Hannah Weitemeier

Hannah Weitemeier
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Hannah Weitemeier (* 1942) ist eine deutsche Kunsthistorikerin.
Inhaltsverzeichnis
1 Leben
2 Schriften
3 Weblinks
4 Einzelnachweise
Leben
Weitemeier lebte in den 1960er-Jahren in Frankfurt am Main, arbeitete unter anderem in einem Kinderladen
und besuchte Veranstaltungen des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) und Vorlesungen von
Adorno. Sie lebte mit dem Comiczeichner Alfred von Meysenbug in einer Wohngemeinschaft und hatte
Kontakt zu späteren Mitgliedern der RAF. Während eines halbjährigen Stipendiums in New York lernte sie
Andy Warhol kennen.
Als 26-Jährige beteiligte sie sich am 22. April 1969 an dem berühmt-berüchtigten „Busenattentat“ auf Adorno,
fotografisch festgehalten von Meysenbug. Rückblickend bekundete sie in einem Interview 2003: „Wäre ich tot
und würde Adorno begegnen, ich würde ihn bitten, dass er mir vergibt.“[1] Als einzige der damals beteiligten
Frauen hat sie sich ausgiebig über diesen Vorfall geäußert.
Weitemeier arbeitete in den 1980er-Jahren in West-Berlin als Kuratorin und veröffentlichte als
Kunsthistorikerin im Jahre 1995 ein Buch über Yves Klein. Ihr Interesse gilt vor allem der Düsseldorfer
Künstlergruppe ZERO, die sich der radikalen Vereinfachung der Kunst und ihrer Mittel verschrieben hat.
Schriften
Schwarz: 16. Oktober- 29. November 1981. Verlag Fröhlich und Kaufmann, Berlin 1981
Yves Klein: Körper, Farbe, Immaterialität. Taschen Verlag, 1995
Weblinks
Tanja Stelzer über das Busenattentat im Tagesspiegel 2003
Auszüge aus einem Ateliergespräch von Hannah Weitemeier mit der Künstlerin Stephanie Jünemann am

  1. Juli 1997 in Berlin. (PDF-Datei; 106 kB)